Reimpredigt zu Fasching 2015

Reimpredigt zu Estomihi 2015 nach Markus 8,31-38 von Manfred Staude

Frei und offen redet Jesus,
frei und offen ist ein Plus,
wir hören schonungslos die Wahrheit,
allein die Wahrheit hilft zur Klarheit.
Illusionen bringen uns nicht wirklich weiter
leeres Schwafeln macht uns nicht gescheiter.
Frei und offen lasst uns sprechen
und nicht hohle Phrasen dreschen
oder gar mit wohlgesetzten Worten lügen,
die Menschen nach bösem Plan betrügen.

Unsre Presse hat ja neulich klargestellt,
dass sie sich niemals falsch verhält.
Die Kunst der Manipulation hat sie noch nie gekannt,
ist keinesfalls der Gunst von Lobbys nachgerannt.
Doch dass Medien der Kriegstreiberei sich weihen,
das sollen wir von vornherein verzeihen
und dürfen sie niemals als Lügenpress' verschreien.

Nur Gott lügt nie
das wissen sie.
Ach, freie offne Rede ist so schwer wie Perlen auf dem Mist zu finden.
Es ist halt schick an keine Wahrheit sich zu binden.
Doch Jesus sagte es frei heraus
Beschönigen und verdrehen ist ein Graus.
Alle Waffenarsenale machen die Welt nicht besser,
zum Frieden hilft nicht das Schwert und das Messer.
In der Welt wird Jesus so keinen Kampf gewinnen,
doch der Gottessohn will ja, dass sich alle besinnen,
abrüsten, indem sie das Böse im eigenen Herzen erkennen,
bei sich selbst anfangen, die eigene Sünde mutig benennen.
Dann wird Gott vergeben und den Völkern die Wunden heilen.
Das ist besser als lügen und trügen und gegeneinander keilen.
Warum ist das nur so schwer zu kapieren,
dafür ging Jesus doch demonstrieren,
vor aller Welt leidet er elend und ganz allein,
das kann doch nur die göttliche Liebe sein.
In Jerusalem wird er sterben durch die Hand der falschen Frommen.
Sie wollen triumphieren doch er wird wiederkommen.
Denn da ist ein Geheimnis in seinem unschuldigen Leiden:
die Bösen müssen sich als richtig bös erweisen.
Der Sohn des Höchsten reißt ihnen die Maske vom Gesicht
und stellt die Fratze des Bösen ins Licht.
Die Erkenntnis, wie tief die Verdorbenheit reicht
führt endlich dazu, dass die Dunkelheit weicht.

Ins Leiden geht es ganz tief hinab wird düster und kalt,
doch ich sag euch schon, Ostern kommt bald.
Dann ist der Winter des Entsetzens vorbei.
Dann kommt neues Leben das sagt uns das Ei.
Drei Tage nach dem finstersten Tag der Welt
wird die Welt vom Osterlicht erhellt.
Das Leben hat den Tod endgültig umstellt,
der Tod hat kein Recht mehr, dass er uns quält.

Petrus hat von Jesus die offnen Worte vernommen:
Jesus wird dem Leiden nicht entkommen.
Der Petrus hält das nicht für gut,
im Bauch da staut sich seine Wut.
Das liegt dem Petrus so im Blut.
Was tut ein Mensch, der hört, was ihm zuwider?
Es fährt ihm Kraft in seine Glieder.
Er widerspricht, er kämpft, er wills verhindern,
er möchte dem Jesus die Schmerzen lindern.
So scheint es vordergründig,
doch sein Wunsch ist sündig.
Petrus fürchtet nur um seine schöne Welt,
er hat sich Gottes Weg so anders vorgestellt.
Petrus will nicht auf der Verliererseite sein.
Sein Verständnis für Gottes Wege ist zu klein.
Das geschehe nur nicht, Petrus will erst sehn
ob Gottes Wege vor seinem Urteil bestehn.
Gott soll sich richten nach dem, was ich will.
Also Gott, hör meinen Rat und schweige du still!
O Petrus, da hast du dich verhoben,
da kann dich Gott nicht loben.
Jesus nimmt ein schreckliches Wort in den Mund,
sagt zu Petrus, du Satan, mit gutem Grund.
Petrus ist zwar sicher kein Verbrecher,
doch das Wort Satan war kein Versprecher.
Jesus meint mit Satan keinen stinkenden Geist,
der uns ins Reich des Faschings weist.
Die dunkle Gestalt mit Hörnern und Höllenrachen,
reizt uns doch nur zu kräftigem Lachen.
Das wirklich Böse hat sich besser getarnt
und Jesus hat uns mit Petrus gewarnt.
Die Worte des Satans klingen so menschlich und klug
dahinter verbergen sich Lug und Trug.
Der Satan stellt in Frage den Weg, den schweren
und will die Erlösung der Welt verwehren.
Wenn Jesus den Weg nicht geht dann ist es aus
mit dieser Welt, mit Frau und Mann und Maus.
Die böse Spirale dreht sich weiter und weiter
dann ist es zuende mit lustig und heiter.
Gier und Terror erklären sich für gut und breiten sich aus mit Gewalt.
In solcher einer Welt wird keiner mehr alt.
Jesus kennt den Weg zur besseren Welt,
die sich nicht durch Stärke und Gewalt erhält.
In der besseren Welt heißt es verschenken und loslassen
und nicht mit höchstem Reichtum prassen.
Jeder muss zuerst vor der eigenen Türe kehren,
deshalb tut uns Jesus über das Kreuz belehren.
Nein schön ist es gewiß nicht, ein Kreuz zu tragen,
doch muss es sein in dieser Welt, zum Kreuze Ja zu sagen.
Es ist ja auch das Kreuz nicht einfach eine Qual,
denn es gibt Kreuze ohne Zahl.
Davon brauche ich nur ein einz'ges Kreuz zu tragen,
es ist ein Kreuz für mich, ich trag es ohne zagen.
Das wird mir nicht zu schwer.
Ja, es hilft mir sogar sehr,
dass ich mich zufrieden gebe
und nicht überm Boden schwebe.
Denn die Gier des Menschen wächst zum Heer
Die Seele bleibt unzufrieden, will immer noch mehr
Die Milliardäre gönnen den Armen nicht mal das letzte Hemd
die Seele vergöttert das Ich und das Mitgefühl klemmt.
Doch was hilft denn dem Menschen die ganze Welt,
am Ende bleibt ne Kiste, die ein paar Knochen enthält.
Doch Jesus zu folgen macht glücklich die Leute
das ist der neue Weg, auch noch heute.
Es geht nicht darum, sich mit Religion zu schmücken
Es geht darum, sich mit Jesus zu bücken.
Freude zu haben, die Liebe zu geben
und in der Liebe ewig zu leben.
Sind die Menschen übel, liegt es nicht an Gott.
Sie sind selber verantwortlich für ihren Schrott.
Wo Jesus recht hat, da hat er recht,
dem Menschen bekommt die Gottlosigkeit schlecht.
Es gehört was dazu, sich zu Jesus bekennen
nicht dem Trend der Zeit hinterherzurennen.
Der Trend hat viele abgelenkt
sie merken gar nicht, wie es brennt.
Wir woll'n den Blick auf Jesus richten,
dann werden sich die Sorgen lichten.
Lasst treu uns sein, sein Wort recht ehren,
dann wird sich uns das Kreuz verklären.
Er kommt gewiß, das Licht wird siegen,
wir werden den Platz im Himmel kriegen
und es wär Platz für alle da.
Drum jubeln wir, Halleluja!
Als fröhliche Christen laden wir ein
Mit Jesus gesund in der Seele zu sein. AMEN.